Erfolgsmeldungen (16.10.2010)
in: Allgemeines

Weil es bereits einen letzten Eintrag gibt, hier ein Post-Scriptum:

"Hals über Kopf" hat auf der Devmania 2010 den zweiten Platz bei den Projektvorstellungen belegt - Dritte wurde Jana mit "Ketonauten", absoluter Gewinner wurde das Team von Dreamworlds mit "Splitterwelten".

Zudem gewann ich mit meinem Diplomprojekt in der Kategorie Multimedia den SAE Alumni Award 2010. Dieser ist unter anderem mit einem iMac dotiert.

Das Spiel und auch der Editor kann übrigens auch auf meiner Website heruntergeladen werden.

Letzter Eintrag (26.07.2010)
in: Allgemeines

Nun denn. Das Diplom ist geschafft, die Mühsal liegt hinter mir. Die Präsentation lief erstaunlich gut - Bewertung war 1,0. Auch für den schriftlichen Teil, sowie für den Prototypen gab es jeweils eine 1,0. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Professor Bernd Hanisch, an Daniel Ackermann, an Jana, an meine Eltern, an meine Brüder Ludwig und Paul, und an den #gamedev.ger - ohne euch wäre das alles nicht so toll gewesen und geworden.

Während ich dies schreibe, sind die Videos noch nicht online, aber schon bald kann man sich die Präsentation und einige Szenen aus dem Spiel angucken, auf YouTube oder Vimeo.

Nach dem schriftlichen Teil der Diplomarbeit ist nun auch der Werksbericht online.
Mittels diesem habe ich einen Monat vor der Präsentation mein Spieleprojekt (sowie den zugehörigen Editor) ausführlichst erläutern müssen. Der Bericht war dann auch Grundlage für die Bewertung des praktischen Teils des Diploms.

Ygnes (25.04.2010)
in: Characters, Konzept, Modelling, Skizzen

Ygnes ist nun so gut wie fertig. Sie ist sozusagen der "erste Offizier" auf dem Inselschiff (oder Erster Maat, der genaue Titel ist im Grunde egal), auch wenn es nicht militärisch angehaucht sein soll. Auf jeden Fall ist sie nicht nur die rechte Hand des Kapitäns, sondern auch seine Ehefrau. In meiner offiziellen Beschreibung im Konzept habe ich sie vor allem als streng und herrschaftlich charakterisiert, und versucht, dies in die Umsetzung miteinfließen zu lassen.

Von den Skizzen her gefällt mir die rechts oben am besten ("Piratestyle!"), sie war am Ende meine hauptsächliche Vorlage.

Die Bilder im Ganzen zeigen, was zu einem Characterdesign so dazu gehört: Skizzen, Modellierung, Unwrapping (in Roadkill, zum Vorbereiten der Texturierung), Rigging und Skinning (d.h. mit Knochen ausstatten), Animation. Die Textur ist auch beinahe fertig, kann jedoch jederzeit überarbeitet werden.
Da Ygnes in meinem Konzept über und über mit Efeu bedeckt ist, habe ich ihr der Einfachheit halber grüne Haut gegeben; denn das es würde den Aufwand kaum rechtfertigen, jede Menge Blätter zu modellieren - zumal ich sowieso einen eher einfachen Stil anstrebe, wie man sieht.

Die ersten beiden Screenshots demonstrieren übrigens, dass sich Ygnes auch schon in den Prototypen einbauen lässt, allerdings noch ohne Animation. Denn dafür muss ich erst alle Animationsphasen, die ich erstellt habe, in einer einzigen Datei in Reihenfolge bringen und dann entsprechend exportieren. Diese Aufgabe spare ich mir für den Moment, in dem ich Ygnes auch tatsächlich als Story-Element in meinem Präsentations-Level brauche.

Nebenbei kann man auf dem allerersten Screen auch erkennen, welcher Unterschied hinsichtlich Körpergröße zwischen ihr und dem Protagonisten besteht. Dieser Unterschied ist nicht zufällig, sondern wurde auf Größenvergleichs-Skizze links bereits geplant. Es wäre langweilig, wenn alle Figuren gleich groß wären - eine Lehre, die auch ganz nett im Manga Zeichenkurs von Akira Toriyama und Akira Sakuma erklärt wird.

Ygnes ist übrigens die erste Frau, die ich jemals modelliert habe ...

Protagonist (01.04.2010)
in: Characters, Modelling, Skizzen

Nun folgt eine kleine Zusammenstellung des Werdegangs der Hauptfigur. Sie ist diejenige Figur, die der Spieler steuert, wodurch sie ein gewisses Identifikationspotential besitzen sollte. Entgegen üblicher Konventionen habe ich mich dagegen entschiedenen, einen strahlenden Helden zu kreieren. Stattdessen wollte ich einen anfänglichen Niemand und Nichtsnutz haben, der im Laufe des Spiels über sich hinaus wächst.
Vorstellbar wäre sogar eine graduelle Veränderung des Modells (bzw. der Textur), so wie in "Shadow of the Colossus", um die Veränderung des Charakters nachvollziehbar zu machen. Wobei in SotC die Spielerfigur mit jedem Level schmutziger und verderbter wurde ... eine Herangehensweise, die ich faszinierend finde.

Als Hintergrundgeschichte für den Helden des Spiels habe ich mir überlegt, dass er ein Adliger ist - also durch Bücher gebildet und etwas hochnäsig. Allerdings ist er kürzlich verarmt, eventuell so sehr, dass er seinen Adelstitel verkaufen musste. Erstmals muss er in seinem Leben hart arbeiten, um seinen Magen füllen zu können.

Die ersten vier Skizzen (Reihenfolge der Bilder ist von links nach rechts!) zeigen anfängliche Überlegungen zum Aussehen des Protagonisten, wobei die vierte sehr spät entstanden ist. Gleich nach dieser zeichnete ich das fünfte Bild, welches für mich am ehesten den Charakter widerspiegelte, den ich darstellen wollte. Darauf folgten dann einige Proportionsstudien, wobei ich die achte Skizze, auf dem der Held des Spiels gar zu unmotiviert und unförmig aussieht, als zu übertrieben empfinde.
Die Zeichnung davor ist mein persönliches Leitbild für das Aussehen des Helden, vor allem, was die Proportionen betrifft - die Beine sind so lang wie der Oberkörper, die Körperhöhe ist insgesamt recht gering und ein kleines Bäuchlein demonstriert den vormaligen Wohlstand. Das zusammen ergibt einen scheinbar unscheinbaren Anti-Helden mit Ambitionen zu Abenteuer und Selbstverwirklichung; ein wenig wie der kleine Hobbit Bilbo Beutlin von Tolkien.
Das Gewächs auf dem Kopf, zu guter Letzt, dient der Wahrung des durchgängigen Konzepts des Spiel.

Die letzten drei Bilder zeigen den Prozess des Modellierens. Interessanterweise entsteht das Grundmesh relativ schnell. Die meiste Zeit wird üblicherweise in die Details investiert, und die permanente Nachjustierung einzelner Vertices, für die schönere Gesamtform. Vor allem die Silhouette ist wichtig.

Bevor ich dieses Modell nun unwrappe, rigge, skinne und animiere, werde ich erst einmal an die anderen Figuren modellieren und animieren.
Denn es hat sich gezeigt, dass während des komplexen Prozesses der Character-Erstellung immer wieder Fehler offenbar werden, die man anfangs hätte vermeiden müssen; beispielsweise hätte dort noch ein Edge-Loop hingehört, hier ein paar Vertices und drüben ist das Skinning falsch. Da der Protagonist die wichtigste Figur ist, will ich erst einmal mit den sekundären Modellen üben.

Vergangenes und Zukünftiges (23.02.2010)
in: Allgemeines, Dokumente

So, mal ein (relevantes) Update für dieses Blog. Und zwar hatte ich mich, wie allgemein bekannt, bis zum Anfang des Monats fast nur noch mit meiner schriftlichen Arbeit beschäftigt, dessen so genannte Screenversion man nun hier herunterladen und lesen kann.

Wie von Anfang an geplant hatte ich mich mit einigen Bestandteilen eines Computerspiels beschäftigt: Gameplay, Interface, Story, Sound, Leveldesign und Physik. Im Nachhinein wundere ich mich selbst ein wenig, warum ich nicht auch die generelle grafische Gestaltung besprochen habe, zumal es da viele interessante Beispiele für gäbe. Andererseits halte ich den Faktor Grafik sowieso schon für viel zu überrepräsentiert (v.a. in den Spieletestzeitschriften), da es bei vielen Spieleentwicklern inzwischen anscheinend nur noch darauf ankommt, schöne Screenshots und Trailer machen zu können. Anders kann ich mir die fortschreitende Regression hinsichtlich Gameplay und Story nicht erklären. Aber ich schweife ab.

Nicht wirklich geplant war, dass das Konzept, welches man auch hier im Blog lesen kann, letzten Endes nur im Anhang der Diplomarbeit zu finden sein würde. Allerdings bin ich sowieso schon beinahe über die maximale Seitenzahl gekommen - und dennoch gäbe es noch viel zu sagen. Insgesamt bin ich mit meiner Arbeit nicht wirklich zufrieden - aber froh, dass dieser Teil nun hinter mir liegt. Ich bereue jedoch, keine Zeit mehr für einige Gestaltungsrichtlinien von "Dynamikon" gehabt zu haben. Außerdem mag ich den Arbeitstitel immer noch nicht, aber Namensfindung stand und steht gerade weit hinten an.

Nach drei Wochen jedenfalls widme ich mich endlich wieder meinem Prototypen - diese Zeit der Erholung musste leider sein, unter anderem möchte ich über Spiele ja auch nicht nur schreiben, sondern sie auch selbst mal ausprobieren ..

Momentan sitze ich daran, die bereits im Dezember angefangenen Schwarzen Löcher abzuschließen: Gravitationszylinder und -kuben müssen eingebaut werden, sowie ein fehlerfreies Verhalten, wenn sich eine Spielfigur im Grenzbereich aufhält. Zudem muss definiert werden, was passiert, wenn ein beliebiges Objekt ein Schwarzes Loch wieder verlässt.

Da das ganze sowieso immer mehr Zeit frisst als man denkt, habe ich auch gleich mal einen Wochenplan angefangen, der sich demnächst aber auch wieder ändern wird. Das liegt daran, dass ich mir erst einmal bewusst werden muss, welche Abschnitte meiner Story ich eigentlich umsetzen will. Dazu werde ich wohl als nächstes eine Menge Skizzen produzieren; leider habe ich das Zeichnen allgemein seit langem sträflich vernachlässigt und muss daher erst einmal wieder meine Zeichenhand trainieren.

Nach den Schwarzen Löchern soll das Feature "Zeitstopp" umgesetzt werden. Ob ich danach tatsächlich noch Paralleldimensionen implementiere, wird sich allerdings erst noch zeigen. Wichtiger wäre mir mindestens eine Art an Gegner. Auf jeden Fall sollte ich gewisse Effekte, wie Schatten und Partikel, nicht vergessen und sie möglichst früh in den Prototypen einbauen.

Und das ist nur der Part, der durch die Programmierung zustande kommt. Zwei bis drei Figuren und eine Menge Prefabs müssen ja nebenbei modelliert werden, um die Level, die dann entstehen, auch mit Inhalt zu füllen.

Fortsetzung folgt.

Konkurrenz belebt das Geschäft, Teil 3 (09.01.2010)
in: Allgemeines

Huch, das sieht ja aus wie das, was ich machen will. Nur etwa eine Billion mal besser. Aber ich benutze ja nicht DX11, sondern nur DX9c - kein Wunder!

Geschichten eingestellt (26.10.2009)
in: Allgemeines, Dokumente, Konzept

Auch wenn ich selbst nicht hundertprozentig zufrieden damit bin, habe ich mal die Geschichten, die ich speziell für mein Spieleprojekt erfunden habe, online gestellt.
Der Inhalt sind vor allem die Hintergrundinformationen und die Handlung des Spiels. Ersteres ist wichtig für denjenigen, der sich die Geschichten ausdenkt, die im Universum von "Schwere in der Schwebe" spielen; das Zweite ist wichtig für den Spieler. Und um mir selbst Vorgaben zu machen, ich welche Richtung meine Character- und Level-Designs gehen, habe ich mir auch noch verschiedene Figuren und Missionen ausgedacht.

Mein Spiel hat jetzt - rein konzeptionell - ein mehr oder weniger festes Grundgerüst, und hätte ich die Zeit, würde ich mich sofort daran setzen, es weiter umzusetzen. Aber momentan steht noch das an, was eigentlich vor dem Konzept kommt: der schriftliche Teil meiner Diplomarbeit.

Nun ist es so, dass sich das Konzept jederzeit noch ändern kann; rein aus Zeitgründen werden es aber wohl keine fundamentalen Veränderungen mehr werden. Insgesamt hatte ich beim Schreiben oft das Gefühl, mir die Geschichten förmlich aus den Fingern zu saugen, daher freue ich mich eigentlich auf die etwas "handfestere" Arbeit des Recherchierens und Erörterns.

Es fehlt jetzt, für das Konzept, noch der Teil, der sich mit dem Design beschäftigt. Obwohl ich eigentlich früher damit fertig werden wollte, ist es auch nicht schlecht, wenn sich dieser Abschnitt etwas mehr hinzieht und über mehrere Monate verteilt. Immerhin ist es der wichtigste Part, und immer mal ein bisschen Abwechslung von der ganzen Theorie wird mir gut tun.

SVN (10.10.2009)
in: Allgemeines

Ich habe mir jetzt auf Origo ein SVN Repository für mein Projekt einrichten lassen. Das mag etwas übertrieben klingen für ein Ein-Mann-Projekt, ist aber im Grunde extrem nützlich, schon allein des Backups wegen.

Origo gefällt mir außerdem noch gut, weil man gleich einen simplen Bugtracker mit dazu bekommt, ein Wiki, einen Blog, ein Forum ... Das meiste davon werde ich verständlicherweise nicht nutzen. Das tolle aber ist, dass Origo nicht unbedingt verlangt, dass man sein Projekt Open Soure oder sonstwie öffentlich macht. Außerdem ist ein schweizerisches Unternehmen, d.h., Englisch und Deutsch sind gleichermaßen "erlaubt".

Ein SVN Repository wollte ich auch deswegen haben, weil ich jetzt zum Arbeiten in den Keller der Universität gezogen bin: Da ich es mir trotzdem nicht nehmen lasse, ab und zu daheim an meinem Projekt zu basteln, hätte ich ständig die aktuellsten Daten auf einem USB-Stick hin und her transportieren müssen. Dank SVN ist alles, was ich momentan benötige, ein Internetzugang, um mein Projekt zu synchronisieren.

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© 2009 Friedrich Hanisch